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Gemalter Luxus - Das berühmteste Stundenbuch aus dem Mittelalter „Très Riches Heures du Duc de Berry“ vorgestellt

Die „Très Riches Heures du Duc de Berry“, ein spätmittelalterliches Stundenbuch, stellte der Trierer Kunsthistoriker Dr. Michael Friedrich bei der Bibliophilen Gesellschaft Trier PRO LIBRIS in der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier vor. Ein Stundenbuch ist ein Gebetbuch für Laien, mit Marien- und Totengebeten zur persönlichen Andacht. Solche Bücher wurden bis zur Erfindung des Buchdrucks von Hand geschrieben und teilweise mit prächtigen Buchmalereien zur Repräsentation ausgeschmückt. Dementsprechend waren diese Bücher sehr teuer und nur für vermögende Adlige erschwinglich.

Gesucht: Der katholische Mann.

 

Ausstellung im Rahmen der Trierer Männertage in der Bibliothek des Priesterseminars. Eröffnung mit einer Einführung von Prof. Dr. Bernhard Schneider am 13. Mai

Die Kirche sollte kein Frauenladen mit Männerleitung werden. Männer an die Kirche zu binden, das galt als Königsproblem der Seelsorge. Bücher, Zeitschriften und spezielle Organisationen der Männerseelsorge versuchten den katholischen Mann zu entdecken und ihn zu fördern. Sie erklärten natürlich auch, wie er zu leben und zu beten hatte. Dieses Bemühen um den katholischen Mann dokumentiert eine Ausstellung in der Bibliothek des Priesterseminars, Jesuitenstr. 13. Sie wird am Mo. 13.5. um 18.15 Uhr eröffnet. Prof. Bernhard Schneider, Kirchenhistoriker an der Theologischen Fakultät Trier, führt in die Ausstellung ein und stellt Männerliteratur und Männerpastoral im deutschsprachigen Katholizismus vor.

Die Ausstellung ist ab 14. Mai 2013 bis 27. Juni 2013 von Mo.-Do. zwischen 8.00 und 18.00 Uhr und Fr. 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr zu besichtigen. Der Besuch ist kostenlos.

8000 Schnecken für ein Gramm roter Purpurfarbe: Leuchtende Miniaturen in dem „Sakramentar von Beauvais“ verzaubern bis heute

Der Trierer Forscher Dr. Hans-Joachim Kann präsentierte das „Sakramentar von Beauvais“  vor der Bibliophilen Gesellschaft Trier PRO LIBRIS in der Bibliothek des Priesterseminars Trier. Diese Handschrift ist bis heute für ihre Goldschrift auf Purpurhintergrund und ihre prächtigen Anfangsbuchstaben bekannt. Der Referent erläuterte die aufwändige und kostspielige Herstellung der Farbstoffe für die Ausschmückung der Miniaturen.